Die Imkerei einst und heute

Foto: Karl Vogt


Wir halten schon lange nicht mehr unsere Bienen in Körben aus Stroh und Lehm, sondern in Holz- oder Kunststoffmagazinen, die eine leichtere Bearbeitung und flexibere Reaktionen auf die

Entwicklung der Bienenvölker ermöglichen. Auch die seinerzeit üblichen Bienenhäuser findet

man kaum noch. Das Symbol des Bienenkorbs jedoch ist  nach wie vor allbekannt geblieben.

Schon immer haben die adeligen Grundherren und ihre Herrscher darauf geachtet, die Bienen-

zucht zu fördern. Bereits vor mehr als 250 Jahren (1756) versprach der hessische Landgraf

Friedrich seinen Schaumburger Untertanen Privilegien, wenn sie der "zum eigenen Vortheil

gereichenden Sache" der Aufstellung von "wenigstens drey Bienenstöcken" beitrügen. Es ist nicht bekannt, wie viele seiner "lieben Unterthanen" diesem Aufruf folgten. Urkunden im Staatsarchiv Bückeburg weisen aus, dass dem Thema Bienenhaltung im Schaumburger Land schon damals große Bedeutung beigemessen wurde. So ist überliefert, dass sich 1827 in den Vogteien Exten und Rumbeck die größten Honiglieferanten weit und breit befanden. Der Schulmeister Wilkening aus Uchtdorf und der Colon Requart aus Exten, sowie der Einwohner Rehmert aus Krankenhagen betreuten jeweils mehr als zehn Bienenvölker. Die natürlichen Gegebenheiten in der Grafschaft Schaumburg galten als "besonders gut". (vgl. Schaumburger Zeitung, 27. 10. 2012)

 

Der Imkerverein

Der Imkerverein Rinteln ging aus dem Schaumburger Imkerverein hervor. Dieser wurde im Jahr

1893 auf Veranlassung des Großimkers Dahl (Exten) in Rehren gegründet. Bereits drei Monate

später hatte dieser Verein 25 Mitglieder, die zusammen 384  Bienenvölker betreuten. Der Imker-

verein Schaumburg war die Keimzelle von weiteren örtlichen Imkervereinen, der größte ist der

Imkerverein Rinteln mit zur Zeit 53 Mitgliedern (Mitglied des Kreisimkervereins Schaumburg

und des Landesverbandes Hannoverscher Imker e. V.).